Der Ablauf
Üblicherweise sind Businessplanwettbewerbe in verschiedene Phasen unterteilt. Schrittweise soll so ein Businessplan entwickelt werden. Zunächst konzentriert man sich auf die Ausformulierung der Geschäftsidee, fügt Marktanalysen und das angestrebte Geschäftsmodell hinzu. Abschließend wird der Plan durch eine Finanzplanung abgerundet.
Nach jeder Phase werden Gutachten von freiwilligen Mentoren und Gutachtern erstellt – nach eigenen Erfahrungen pro Runde zwei bis drei. Wird die Qualität des Plans überdurchschnittlich positiv bewertet, erreicht man u. U. eine Finalrunde. Hierbei kann man die eigenen Ideen vor einer Jury vorstellen. Ist auch diese überzeugt – juchu! -, kann man Geld- oder Sachpreise gewinnen.
Eigene Erfahrung
Wir haben viel gelernt. Wir haben viel gearbeitet. Und einiges erlebt:
- Feedback
- Kontakte
- Erfahrungen
Feedback
Die Gutachten sind ein sehr hilfreiches Instrumentarium. Sie geben weitestgehend unabhängig Rückmeldungen darüber, wie andere Personen den Plan sehen und verstehen. Man kann sich zwar darauf einstellen, dass sich die Gutachten widersprechen – der eine lobt die Executive Summary über den grünen Klee, der andere kann keine erkennen -, dennoch waren sie ein enorm wichtiges Mittel, um den Plan zu tunen. Vieles, was uns nach mehreren Monaten und Jahren einfach klar war, muss für Außenstehende genaustens erklärt werden. Die Gutachten machen einen so auf Schwächen aufmerksam, die sonst erst bei Gesprächen mit Investoren aufgetaucht wären (wenn man überhaupt zu solchen eingeladen worden wäre).
Kontakte
Auch Kontakte sind über die Wettbewerbe leicht zu schließen. Nicht zuletzt zu den rührigen Wirtschaftsförderungen der entsprechenden Regionen. Es besteht aber auch die Chance zu weiteren Veranstaltungen eingeladen zu werden, Pitches zu geben und so möglicherweise auf die rare Spezies der Business Angel zu stoßen. Ein sehr, sehr scheues Volk. Ob diese Kontakte zustande kommen, ist aber am Ende Glücksache. Die Chance aber sollte man nutzen.
Pitching
Niemand der ganz bei Trost ist, wird freiwillig an einer Jury-Sitzung teilnehmen. Denn natürlich sind diese Veranstaltungen streng und strikt organisiert. “Sie haben maximal fünf Minuten Zeit zu reden”. Fünf Minuten sind zu lang, um einen schnellen Abriss einer Idee zu geben. Fünf Minuten sind aber auch zu kurz, um “Laien” die Anforderungen für sie unbekannter Branchen aufzuzeigen. Ergo gilt es auch hier, ein oder zwei Schwerpunkte herauszugreifen und vorzustellen. Aber merke: je näher die Punkte an den Lebenswelten der buntgefächerten Versammlung ist – vom Handwerker über politische Würdenträger bis hin zu Professoren kann alles vertreten sein -, desto größer ist die Chance auf Überzeugung. Denn gelesen – das muss nicht zwangsläufig ein Nachteil sein – hat von den Anwesenden vermutlich keiner den Businessplan.
Das Urteil
Jeder, der eine Idee hat (und es muss auch keine wirkliche Innovation sein), sollte an diesen Wettbewerben teilnehmen. Nicht wegen der Preisgelder (auch wenn ich zugeben muss, dass die auch ganz hilfreich waren – aber man muss sich klar machen, auch Beziehungen und “politische Entscheidungen” spielen eine Rolle), sondern um seine Idee sinnvoll auszuformulieren. Die Wettbewerbe lassen die Teilnehmer die Businesspläne testen. Einige vermitteln darüberhinaus auch Mentoren, die einen zusätzlichen Schub geben. Sie erhöhen den Druck, sich tatsächlich intensiv mit den Ideen auseinanderzusetzen. Denn in der Praxis wird die Theorie zum Wonderbra. Denken Sie da mal drüber nach. Und ein guter Plan hilft. In jeder Situation.
Links
- NUK – Wettbewerb Köln
- Start2Grow – Wettbewerb Dortmund
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Weiterer wichtiger Wettbewerb:
Münchener Business Plan Wettbewerb htttp://www.mbpw.de